der weg ist das ziel!

 


Begibt man sich auf den Weg von Nürnberg ins Rheintal, so führt einen der direkte Weg über die Autobahn an Würzburg, Aschaffenburg und Frankfurt vorbei. 350km.

Wählt man jedoch eine weit westlicher liegende Route, abseits der Autobahn, so ist es durchaus denkbar dass man Saarbrücken und Trier streift, – streifen kann. Unabhängig davon dass die kurvenreiche Moseluferstraße ab Trier dann als knapp 200 km langen Zieletappe, schon für sich eine Reise Wert ist, hat man ca. 10 Stunden und 750 km auf dem Tacho, ehe man sich bei Muttern den leckeren Kartoffelsalat mit Würstchen einverleiben kann.

Der Vorteil an der Geschicht, dass landschaftlich entzückende Ereignissen den Weg her säumen, nicht im Roadbook vermerkt, aber hoppala auf einmal da. Wobei hier die Frage in den Raum geworfen werden könnte, ob landschaftliche Attraktionen wie diese zu „Ereignisse“ zählen, hmmm, egal. Hier zu sehen, kurz vor Luxemburg und Frankreich: die Saarschleife!

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die Marksburg



Eine alte Sage berichtet über das tragische Schicksal Elisabeths, der Tochter des Burgherrn von Braubach, und ihres Verlobten Siegbert von Lahneck:

Alles schien perfekt: Elisabeth war glücklich verlobt mit Siegbert von Lahneck. Dann trennte der Krieg die beiden. Nachdem Siegbert für den Kaiser in den Krieg gezogen war und man längere Zeit keine Nachricht von ihm bekommen hatte, tauchte plötzlich sein angeblicher Vetter Rochus auf der Marksburg auf. Er berichtete, dass Siegbert 1278 gefallen sei und konnte diese Behauptung mit Dokumenten belegen. Man kannte Rochus zwar nicht, glaubte ihm aber anhand der vorgelegten Dokumente.

Nachdem Elisabeth ihre Trauer überwunden hatte, verliebte sie sich in den vermeintlichen Vetter Rochus, und es wurde die Hochzeit geplant. Kurz vor der Trauung erschien dem Geistlichen, der die Trauung vornehmen sollte, jedoch der heilige Markus und teilte ihm mit, dass Rochus der leibhaftige Teufel sei. Auf dem Weg zum Traualtar holte deshalb der Priester ein Kreuz unter seinem Umhang hervor und hielt es unmittelbar vor Rochus‘ Gesicht. Die Erde spaltete sich, und Rochus fuhr zur Hölle.

Elisabeth, die ein zweites Mal ihren Verlobten verloren hatte, glaubte, Buße tun zu müssen, da sie auf den Teufel selbst hereingefallen war. Deshalb beschloss sie, ins Kloster zu gehen und damit für den Rest ihres Lebens ihre Schuld zu sühnen. Die Burg hingegen wurde nach dem heiligen Markus, der Elisabeth vor dem Teufel gerettet hatte, in Marksburg umbenannt.

Doch die Geschichte nahm ein noch traurigeres Ende: Elisabeths Verlobter Siegbert war gar nicht tot, sondern kehrte wohlbehalten auf die Marksburg zurück. Als er von dem Betrug und dem Schicksal Elisabeths erfuhr, stürzte er sich aus Verzweiflung in den Abgrund.

 Quelle Wikipedia




Die Marksburg, mitten im UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal, in Blickweite meiner Heimat. Der Rheinsteig, ein Wandersteig von dem ich schon berichtet, kreuzt und für unsere fußmüden Erdlinge unter uns tangiert die Deutsche Allenstraße  im Tal bei Braubach. Laut Wikipedia ist sie die einzige nie zerstörte mittelalterliche Höhenburg am Mittelrhein.

Und hier noch etwas lustiges, eigentlich kaum zu glauben, aber wer, wenn nicht sie:

In den 1990ern wurde die Burg im Deutschen Kulturdorf Ueno auf der japanischen Insel Miyako-jima originalgetreu ohne Torhaus und Zwinger nachgebaut, nachdem der ursprünglich geplante Verkauf, Abtransport und Neuaufbau auf Miyako-jima vom Eigentümer der Burg abgelehnt wurde. (Quelle Wikipedia). Als Burgherr hätt ich`s zum Erhalt der heimischen Kultur sicher auch abgelehnt, recht so!


die trilogie des teebeutel #02


Die erste Tasse netzt Lippen und Kehle.
 Die zweite stärkt das dürr gewordene Fleisch.
 Die dritte verscheucht die traurige Einsamkeit. 
Die vierte Tasse durchdringt Dein ganzes Inneres.
 Bei der fünften bist Du geläutert.
 Die sechste ruft Dich in die Regionen der Unsterblichkeit.
 Die siebente Tasse, so Du zum Munde führst,
 läßt frische Lüfte Dein Haupt umsäuseln 
und Deinen Geist zum kühnen Fluge sich erheben.
Lo Tung (chinesischer Dichter in der Tang Dynastie)

…der Tee, er wird gerühmt, der Beutel jäh verschmäht